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Familien-Suppen-Eintopf

Eintöpfe und Suppen wärmen nicht nur den Magen, sondern auch die Seele sagt ein altes Sprichwort. Also ideal für die Familienernährung.

Sie sind vielseitig und relativ einfach zu kochen. Die Vielfalt der Zutaten stellt sicher, dass das Gericht für eine ausgewogene Ernährung sorgt. Alles zusammen in einem Topf zubereitet entwickelt einen intensiven Geschmack. Zudem garen die Zutaten im eigenen Saft und die Aromen bleiben dabei erhalten. Eintöpfe und Suppen eignen sich perfekt, um Gemüse der Saison zu verarbeiten. Und sie haben viele weitere Vorteile. So geht nicht nur die Vorbereitung, sondern auch das Abwaschen nach dem Kochen schnell von der Hand. Außerdem schont man nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt, denn bei der Zubereitung wird weniger Energie verbraucht.

Suppe oder Eintopf? Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre Konsistenz. Während die Suppe einen höheren Anteil an Flüssigkeit besitzt (etwa Kartoffelsuppe), ist er bei Eintopf wesentlich geringer (Kartoffeleintopf), so dass bei letzterem eine leicht breiige Konsistenz besteht. Die Zutaten ähneln sich in der Regel. Suppen können auch püriert serviert werden.

 

Küchen-Tipps

Kochgeschirr
Wählen Sie einen extragroßen Topf, damit die Zutaten gleichmäßig garen, nichts anbrennt und Sie alles gefahrlos umrühren können. Beim Garen im Dampfdrucktopf verkürzt sich die Garzeit. Zeit und Energie können eingespart werden.

Rezepte
Für Gemüsevarianten brauchen Sie nicht unbedingt ein Rezept. Kochen Sie je nach Saison und Lust und Laune. Wichtig: Auf die Garzeiten der einzelnen Zutaten achten. Hartes Gemüse wie Möhren kann gleich in den Topf. Weiches wie Spinat erst ca. 5 Minuten vor Garzeitende. Farbenfrohes Gemüse motiviert die Kinder zum Essen. Seien Sie kreativ.

Kindgerecht
Achten Sie beim Zubereiten darauf, dass alles möglichst bunt und abwechslungsreich aussieht. Leckere Würstchen, Klößchen oder Buchstabennudeln machen den Eintopf oder die Suppe für Kinder zusätzlich attraktiv.

Würzgeheimnis
Salzen und pfeffern können Sie gleich am Anfang. Frische Kräuter gehören erst zum Schluss hinein, da sie sonst an Aroma verlieren. Brühen „ohne Hefeextrakt“ verarbeiten. So würzen Sie ohne Geschmacksverstärker. Verwenden Sie möglichst keine scharfen Gewürze.

Pannenhilfe
Versalzen? Hier hilft der Reis-Trick. 2 bis 3 Esslöffel Reis in ein Tee- oder Gewürzei füllen und 10 Minuten mitkochen lassen. Die Reisstärke nimmt das Salz auf. Verbrannt? Bloß nicht umrühren und kratzen, sondern vorsichtig in einen neuen Topf umfüllen und zu Ende kochen. Zu fettig? Mit ein paar in ein Tüchlein gewickelten Eiswürfeln über die Oberfläche streichen. Die Eiseskälte zieht Fett wie ein Magnet an.

Nicht sauer werden!
Eintöpfe und Suppen immer zügig abkühlen, falls sie nicht gleich gegessen werden. Möglichst ohne Deckel und den Topf auf einen Löffelstiel schräg gestellt, so dass die Wärme nach unten abgegeben wird. Noch schneller geht es im Spülbecken mit kaltem Wasser und gefrosteten Kühlelementen. Anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Bitte nicht platzen!
Die meisten Varianten lassen sich gut einfrieren. Es lohnt sich also die doppelte Menge zuzubereiten, um sich das Kochen an einem anderen Tag komplett ersparen zu können. Achtung: Flüssigkeiten dehnen sich beim Einfrieren aus. Gefrierbehälter deshalb nur zu ca. zwei Dritteln befüllen. Alternativ in sauberen Gläsern einwecken.

 

 

Hülsenfrüchte in der Kinderernährung

 

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen und Co. sind häufig als Zutat im Eintopf bekannt. Sie haben das ganze Jahr über Saison und liefern hochwertiges, pflanzliches Eiweiß und jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Sie gelten aufgrund ihrer Nährstoffdichte zu Recht als Superfood!

Im Gegensatz zu Karotte, Brokkoli etc. werden Hülsenfrüchte teilweise erst im Dickdarm verdaut. Dies kann bei empfindlichen Menschen zu vermehrter Gasbildung im Darm führen. Daher ist es wichtig schon im jungen Alter Hülsenfrüchte in die Ernährung zu integrieren. Kinder sollen das Aussehen, den Geschmack und die Konsistenz dieses Gemüses schon früh kennen lernen und ihr Magen-Darm-Trakt sich an die Verdauung gewöhnen. Hülsenfrüchte am besten schrittweise einführen; zunächst kleine Mengen im Gemüse-Eintopf und dann nach und nach steigern. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder ausreichend dazu trinken.
Gängige Hülsenfrüchte finden Sie preiswert im Supermarkt, spezielle Sorten in Reformhäusern, Asia- und Bioläden.

 

Küchenpraxis:

Hülsenfrüchte auf keinen Fall roh verzehren! Getrocknete Hülsenfrüchte vor der Zubereitung in der dreifachen Menge Wasser bis zu zwölf Stunden einweichen, das Einweichwasser weggießen und die Hülsenfrüchte nochmals abwaschen. Das entfernt schwer verdauliche Inhaltsstoffe und macht sie für Kinder bekömmlicher. Geschälte Hülsenfrüchte brauchen nicht eingeweicht zu werden. Sie sind leichter verdaulich, allerdings ist der Mineralstoffgehalt deutlich geringer. Die Hülsenfrüchte je nach Größe und Art zwischen 15 Minuten und zwei Stunden garen. Salz hilft, das Gemüse beim Kochen schneller weich werden zu lassen. Säure, wie Essig oder Zitronensaft, sollte erst zum Ende der Garzeit zugegeben werden, da die Hülsenfrüchte sonst hart bleiben. Würzen mit Kräutern wie Thymian, Dill oder Bohnenkraut sowie Gewürze wie Fenchel oder Kümmel macht Hülsenfrüchte bekömmlicher. Wobei Kümmel erfahrungsgemäß von Kindern meistens abgelehnt wird.

Tipp: Sehr beliebt in vielen Familien sind rote Linsen (geschält und gespalten). Sie schmecken mild süßlich und werden schnell gar.

 

Immer eine gute Idee für den Vorratsschrank:
Getrocknete Hülsenfrüchte halten über ein Jahr, wenn sie kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Geschälte Hülsenfrüchte besser innerhalb von sechs Monaten verbrauchen.
Wenn es mal schnell gehen soll, Hülsenfrüchte aus der Konserve verwenden. Sie sind ebenso gesund und müssen nur noch erhitzt werden.

 

Familiengeeignete Rezeptvorschläge mit unterschiedlichen Hülsenfrüchten finden Sie zahlreich im Internet.

 

 

Familien-Suppen-Spaß

 

Wissenswertes:

 Suppen sind pure Medizin
Jeder Löffel kurbelt die Durchblutung an. Forscher wissen: Im warmen Milieu bewegen sich unsere Abwehrzellen schneller. Besonders unsere Schleimhäute, die erste Barriere gegen Keime, werden gut befruchtet.

Zufriedenes Bauchgefühl
Vor kurzem entdeckte die Wissenschaft das sogenannte Zellgedächtnis. Suppen erinnern uns wohlig an die früheste Kindheit, als im Babybauch die ersten Mahlzeiten landeten und kauen unnötig war.

       Anregungen:

  • Mit ungewöhnlichen Suppennamen Neugier wecken.
  • Suppen-Einlagen und -Toppings clever auswählen (zum Beispiel ungesüßtes Popcorn, geriebener Käse oder Apfelwürfel).
  • Kinder beim Zubereiten in der Küche mit kleinen Hilfsarbeiten miteinbeziehen.
  • Reste von gestern übrig? Ab in die Suppe mit gekochten Kartoffeln, Reis und Nudeln.
  • Ungeliebtes Gemüse mit beliebterem kombinieren und schon schmeckt´s.
  • Für kleinere Kinder die Suppe etwas dickflüssiger machen, da sie so leichter zu löffeln ist. Die Menge der zugegebenen Flüssigkeit -zum Beispiel Gemüsebrühe- einfach reduzieren.

 

 

Familien-Lieblingsrezept aus der Zwergenkombüse

Grundrezept für eine schnelle Tomatensuppe, die die ganze Familie glücklich macht:

Zutaten:

1 Zwiebel

30 ml Rapsöl

450 ml Gemüsebrühe

720 ml passierte Tomaten

30 g Tomatenmark

90 g Reis

1 Lorbeerblatt

½ Teelöffel Kräutersalz

¼ Teelöffel Zucker

1 Prise Pfeffer

½ Esslöffel edelsüßes Paprikapulver

 

Zubereitung:

 

  1. Zwiebel in kleine Würfel schneiden.

 

  1. Öl in einem Topf erhitzen (mittlere Temperatur).

 

  1. Zwiebelwürfel 2 Minuten unter Rühren glasig dünsten.

 

  1. Tomatenmark dazugeben und 1 Minute anbraten. Achtung: Unbedingt die ganze Zeit mit dem Rührlöffel rühren, damit nichts anbrennt!

 

  1. Brühe und passierte Tomaten hineingießen.

 

  1. Gewürze (Kräutersalz, Zucker, Pfeffer, Paprikapulver und das Lorbeerblatt) dazugeben und alles gut verrühren.

 

  1. Mischung kurz aufkochen und 15 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

 

  1. Reis in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abspülen.

 

  1. Reis nach 15 Minuten in die Suppe schütten und weitere 15 Minuten köcheln lassen.

Suppe abschmecken und mit beliebigen Zutaten kreativ verfeinern.

 

Ob als „dünne Suppe“ oder „dicker Eintopf“ auf jeden Fall superschnell zubereitet und zusätzlich gut geeignet für die Resteverwertung gegarter Lebensmittel. Sicherlich fallen Ihnen noch viele andere Varianten ein.

 

Fazit:

In Suppe und Eintopf landen neben Fleisch und Fisch, überwiegend fett- und kalorienarme sowie saisonale Gemüsesorten. Beim Kochen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und so können Sie immer wieder neue leckere Variationen zubereiten, die Groß und Klein lieben.

Eine vollwertige Mahlzeit, die in jeder Jahreszeit gut schmeckt und Ihre Familie gesund ernährt!

 

Vielfältige Familien-Suppen-Eintöpfe wünscht sich

Sabine Timmermann

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