Tipps, wie Sie und Ihre Kinder zu Hobbyköchen werden.

Fürs „Töpfegucken“ lassen auch Ihre Kinder bereitwillig jedes Spielzeug stehen. Kinder finden es unglaublich spannend, wie sich rohe Zutaten in ein fertiges Gericht verwandeln. Kochen ist ein tolles Hobby und ein kreativer, sinnvoller und Spaß bringender Zeitvertreib.

Zusammen zu kochen und anschließend gemeinsam zu essen verbindet und schafft Harmonie. Für Erwachsene ist das Kochen mit Kindern allerdings oftmals eine Herausforderung. Rechnen Sie damit, dass Ihre Küche auch mal zum Schlachtfeld wird. Bleiben Sie entspannt und kochen Sie auf keinen Fall unter Zeitdruck!

Beziehen Sie je nach Alter Ihre Nachwuchsköche mit ein: also gemeinsame Auswahl der Rezepte, Familieneinkauf, Schneiden und Zubereiten der Lebensmittel in Teamarbeit, kreatives Tisch decken und auch das Aufräumen der Küche sollte Ihr Kind schon früh lernen.

Gemeinsame Kocherlebnisse tun gut, denn sie fördern die kindliche Entwicklung. So werden zum Beispiel motorische Fähigkeiten, Selbstständigkeit und Teamfähigkeit geschult.

Ich habe viele Kochkurse mit Eltern und ihren Kindern in einem Familienzentrum durchgeführt und dabei festgestellt, dass selbst schon die Kleinsten helfen können.

Hier nun eine kleine Orientierungshilfe, was Sie Ihrem Kind zutrauen können:

1,5 bis 2 Jahre:

Zum Beispiel Gemüse, Obst oder Salat in einer Schüssel waschen; Zutaten bringen; den Teig kneten.

2,5 bis 3 Jahre:

Zum Beispiel mit einem Tafelmesser Bananenscheiben schneiden; gemeinsam mit Ihnen im Kochtopf rühren.

4 Jahre:

Zum Beispiel Sahne in die Soße gießen; Gewürze und Kräuter hinzugeben; festeres Gemüse schneiden.

5 bis 6 Jahre:

Zum Beispiel mit Ihrer Hilfe das Handrührgerät halten; unter Ihrer Aufsicht Zucker oder Mehl etc. abwiegen; mit dem Sparschäler Kartoffeln schälen.

ab 7 Jahre:

Erste Versuche selbständig zu kochen.

Allerdings sollten Sie immer den Entwicklungstand Ihres Kindes mit einbeziehen und überlegen, ob die Angabe auch für Ihr Kind gilt.

Motivation

Motivieren Sie Ihre Kinder. Ob Schalenreste am Ei oder großzügiges Schälen von Kartoffeln, je häufiger Sie mit Ihren Kinder kochen, desto weniger Pannen passieren. Sehen Sie am Anfang darüber hinweg. Kinder reagieren frustriert, wenn man sie zu viel bevormundet. Sie verlieren dann den Spaß an ihrer Küchentätigkeit. Halten Sie Ihre Kritik zurück und loben Sie Ihre Kleinen für ihre tolle Unterstützung. Auf diese Weise steigt die Motivation und ihre Kinder trauen sich nach und nach mehr zu. Gerade kleinere Kinder tun sich schwer, längere Zeit bei der Sache zu bleiben. Da helfen kurze Spiele zwischendurch; zum Beispiel: Zutaten unter einem Geschirrtuch verstecken und das Kind ertasten lassen, wo Tomate, Möhre oder Birne liegen.

Gut ausgestattet

Ideal ist es, wenn Sie Ihren Kindern einen kleinen Arbeitsplatz einrichten: ein eigener Tisch mit einem standfesten Stuhl oder Hocker und einer rutschfesten Unterlage. Vor allem beim Schneiden sollten die Kinder sitzen. Falls in Ihren Küchenschränken Platz vorhanden ist, räumen Sie ein Regal in einem Unterschrank aus und stellen dort griffbereit für Ihre Kinder Plastikschüsseln, Kochlöffel usw. hinein. Nachwuchsköche freuen sich bestimmt über eine lustig bedruckte Kinderschürze. Vielleicht gibt es ja auch für alle Familienmitglieder das gleiche Modell.

Kochen Ihre Freunde auch gerne? Sicherlich finden Sie eine befreundete Familie, mit der Sie zusammen kochen können. Das bringt nicht nur den Kindern einen Heidenspaß. Gründen Sie doch einen Koch-Club mit einem witzigen Namen. Die Familien sind abwechselnd dran, alles vorzubereiten und gekocht wird dann zusammen. Kochen und Essen verbindet.

 

Machen Sie aus Ihrer Küche ein Mini-Koch-Studio. Ich hoffe, ich habe Sie dazu inspiriert.

 

Gutes Gelingen wünscht
Sabine Timmermann

 

 

Juli 2016

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